Gemeinde Ebersbach-Musbach
 
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Ansprache von Bürgermeister Roland Haug zum Jahreswechsel
in der Dezember-Gemeinderatssitzung mit Rückblick 2017 und Ausblick 2018 …

- es gilt das gesprochene Wort -

Haug
 

Das Jahr geht zu Ende, meine Damen und Herren! Es ist wieder so weit, schon wieder ein Jahr vorüber. Da denkt man gerne zurück. Ich habe es genauso gemacht, und in meinen Gedanken zunächst gleich einige Jahre zurück übersprungen. Als ich so zehn, zwölf war, haben mir meine Eltern einen Globus geschenkt. Sie kennen das, eine Plexiglaskugel mit darauf aufgezeichneten Ländern und Kontinenten. Innen drin befindet sich eine Lampe, und wenn man sie einschaltet, leuchtet die ganze Erdkugel hell und bunt. Alles ist ganz leicht zu erkennen und zu verstehen. Wenn ich heute auf den Globus schaue, scheint da so manches im Argen zu liegen. Die Weltkugel, die ich seit meiner Kindheit kenne, ist in den letzten zwei Jahren scheinbar eine ganz andere geworden.

In der EU sind uns die Briten abhandengekommen. Länder wie Russland und die Türkei zeigen uns täglich, wie wertvoll die Meinungsfreiheit hier bei uns ist. Und dann sind da noch die USA mit einem neuen Präsidenten, der einen, nun ja, sehr eigenwilligen Stil verfolgt. Doch auch bei uns hat sich einiges getan. Sechs Mal wurde in diesem Jahr gewählt, im Februar die Bundespräsidentenwahl, und in der Folge dann im Saarland, in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Niedersachen. Außerdem zwischendrin die Bundestagswahl, die, wie ich finde, wohl wichtigste Wahl. Erst wenige Wochen liegt es zurück, dass die Bürger in ganz Deutschland an die Wahlurne gerufen wurden. Auch wenn es die Demoskopen gerne anders haben wollten, der Ausgang dieser Wahlen war keineswegs vorhersehbar. Und am Ende müssen wir jetzt alle mit dem Ergebnis leben, die Sieger und die nicht ganz so Erfolgreichen. Berlin, drei Monate ohne Regierung. Jamaika? Nein. GroKo? Jein.

er Wirtschaft unseres Landes, und auch unseres Landkreises, geht es jedenfalls gut, aber wir wissen nicht, wie lange das so bleibt. Menschen werden auch weiterhin aus Kriegsgebieten flüchten und bei uns Zuflucht suchen. Ich verstehe, dass das bei manchen Ängste erzeugt. Angst aber allgemein gesehen noch immer ein schlechter Ratgeber. Wir sollten sie nicht zum Maßstab von politischen Entscheidungen machen. Wir vor Ort können nicht die Weltpolitik beeinflussen. Aber wir können im überschaubaren Umfeld einer Gemeinde Lebensbedingungen für Bürger und Bürgerinnen, nein, mit Ihnen als Bürgerinnen und Bürger gestalten, die das Wohnen hier lebenswert machen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, unsere heutige Sitzung ist der Abschluss eines ereignisreichen Kommunaljahrs. Was haben wir nicht alles geschafft? Werden wir uns fragen, werden die Bürgerinnen und Bürger sich und uns fragen.

In diesem Jahr übrigens feiert(e) das Farbfernsehen in Deutschland seinen 50. Geburtstag! Am 25. August 1967, um genau 11:57 Uhr, hat Vizekanzler Willy Brandt auf der 25. Großen Deutschen Funkausstellung in Berlin auf einen großen roten Knopf gedrückt und damit symbolisch das Startsignal gegeben. Mit diesem Knopfdruck hat er sozusagen Farbe ins Fernsehprogramm gebracht. Was ich mir heute vorgenommen habe, ist Farbe in unsere Arbeit und Gemeindepolitik zu bringen.

„Wer baut, der bleibt“ – diese Weisheit gilt auch hier. Die Schaffung von neuem Wohnraum im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans Holzmühleäcker III und der Fertigerschließung ist erfolgt. In schicklicher Lage mit klugem Zuschnitt und das mit bauherrenfreundliche Vorgaben  sind 22 neue Wohnbauplätze entstanden; ein 1,2 Millionen Projekt in allem gerechnet. Keine Frage, dass wir das Baugebiet brauchen - und wir brauchen noch mehr. Die Zahl der Reservierungsanträge und Kaufgesuche übersteigt deutlich die Anzahl der Plätze, was in der Folge wiederum bedeutet, nicht jedem Gesuch gerecht werden zu können. Und andersrum wieder in nächsten wohlbedachten Schritten an weiteren Wohnraum zu denken und diesen auszuweisen. Dabei sind uns nebst „Hauptort“ natürlich die Ortsteile, auf Baurecht und nach Verfügbarkeit abgestimmt, genauso wichtig.

Ebersbach-Musbach zeichnet sich mit guter Infrastruktur aus, öffentliche Einrichtungen, Familien- und Kinderbetreuungsangebote. Grundlagen hierfür waren und sind geordnete Finanzen. Der Haushalt, die mittelfristige Finanzplanung und die Wirtschaftspläne sind das Spielfeld von Rat und Verwaltung. Gerade auf einem Spielfeld müssen Regeln herrschen, die von allen Mitspielern akzeptiert werden. Wir haben uns auch in diesem Jahr bemüht, diesen Orientierungsrahmen frühzeitig für den Ort und die Bürgerinnen und Bürger in unserem Ort abzustecken. Wir haben die Notwendigkeiten und die Möglichkeiten aufgezeigt, diesen Rahmen ausgefüllt, Ideen eingebracht und Prioritäten gesetzt. Herausgekommen ist aus meiner Sicht wieder einmal ein klares Spielkonzept, eine Erfolg versprechende, offensive Taktik mit überschaubaren Risiken.

Die Gemeinde stellt jährlich Hunderttausende in die Infrastruktur an Grundschule und Kindergärten zur Verfügung (Anm.: 2016 waren es 489.239,53 € und 2015 im Gesamten 388.738,24 € netto, also Ausgaben./.Einnahmen, darin sind die Investitionskosten in Gebäude noch nicht inbegriffen). Unsere Kinder sind die zukünftigen Azubis oder Arbeitnehmerinnen der Firmen und Betriebe! In den Einrichtungen in Ebersbach und Boos existiert eine große Angebotsvielfalt. Eltern haben die Wahl und können das für sie und ihre Kinder benötigte Betreuungspaket bestimmen. Vom einjährigen Kind bis zum 10jährigen Schüler reichen die Formen bis hin zu einer – wohlgemerkt freiwilligen – Ganztagesfürsorge. Unsere Einrichtungen zeigen sich modern und vielfältig in Erziehung, Pädagogik, Gebäude und Ausstattung. Dem Personal, sprich dem ganzen Kollegium der Grundschule, Verlässlichen Schule und beider Kindergärten ist für das verlässliche Engagement sehr herzlich zu danken.

Das vornehmste Element ist das Wasser. Johann Wolfgang von Goethe bezeichnete das „Wasser“ als „ein freundliches Element für den, der damit bekannt ist und es zu behandeln weiß.“ Goethe gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung, und er hatte bzw. hat recht, denn auch über 200 Jahre später ist unser Wasser bedeutend und nicht nur Lebensmittel Nummer eins. Unsere Herren Wassermeister wissen das und bekräftigen mit ihrem qualifizierten Zutun. Künftig erfahren wir lohnende Mitunterstützung aus Bad Saulgau von den Stadtwerken, und der Bürger, die Bürgerin darf sich nebst gewährter (bewährter) Qualität in erweiterter Versorgungssicherheit wissen; das 365 Tage im Jahr. Das Ingenieurbüro Schranz ist unser planerischer Begleiter. Im Bereich Abwasserentsorgung widerfährt uns zutrauliche Fachberatung (neu) durch Jedele und Partner. Es wurde eine Bestandsaufnahme der Kläranlage durchgeführt. Zur Behebung von manch technischen Defiziten und zur Verbesserung des Anlagenbetriebes ist ein Optimierungskonzept ausgearbeitet und im Gemeinderat beschlossen worden. Die hierfür erforderlichen Arbeiten sind ausgeschrieben, eine zeitnahe bauliche Umsetzung folgt.

Axel Müller informierte sich zunächst als Bundestagskandidat und dann als gewählter Abgeordneter über die Geschehnisse und das Befinden in unserer Gemeinde. Ex-Finanz- und Staatsminister Will Stächele und MdL August Schuler waren ebenso zu Besuch und frönten gewissermaßen das Vorhandene, Geplantes und das Anzupackende. Ganz ohne Hausaufgaben – Stichwort Verkehrsanbindung, ÖPNV und Radwegeweiterbau, um nur einen Teil zu nennen – haben wir die Großpolitiker aber nicht verabschiedet. Ja, sogar die Kanzlerin war hier vor Ort, wenn auch nur das Merkel-Double beim Comedy Abend in der Pfarrscheuer. Die Wieder- und allgemein die Willkommenstüren bleiben jedenfalls offen, und politische Geschenke nehmen wir ungeniert an. Für das nächste Jahr hat sich der Sozialminister unseres Landes Baden Württemberg angemeldet; Manfred Luche ist auch die Schirmherrschaft zum respektvollen 100jährigen „Bestehensfest“ der Musikkapelle Ebersbach e.V. übertragen. Den Taktstock hat Musikdirektor Fridl Schoch schon vorgegeben; er präsentierte uns das schöne Weihnachts- bzw. Jahreskonzert der Ebersbacher Musikkapelle – für jeden Geschmack war etwas dabei.

Die Vereine in Ebersbach-Musbach stärken die Gemeinschaft unserer Bürgerinnen und Bürger. An unseren Vereinen sieht man, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind in einer Gesellschaft, in der Selbstverwirklichung und Erfolg so hoch bewertet werden. Dazu kommt Unterhaltendes; unser bunter Veranstaltungskalender rundet mit allerlei und vielerlei ab. Das Jahr 2017 übrigens für die Vereine von Ebersbach-Musbach ein Jubiläumsjahr. Heuer feierten der Tennisclub und der Reit- und Fahrverein ihren 25. Geburtstag, die Landfrauen haben sich vor 35 Jahren gegründet. Auf ein närrisches 44jähriges Jubiläum darf der Narrenverein zurückblicken, stolze 70 Jahre feierte der Sportverein. Hier im Kreise gab es auch noch Runde, gleich zwei, und die Kolleginnen hatten schier gar auch ein Gemeindefest daraus gemacht. So, aber nun rufe ich erst mal allen Vereinsakteuren ein aufrichtiges danke zu. Und in den Dank schließe ich alle mit ein, die sich mit bürgerschaftlichem Engagement, ob in Kirche, der Nachbarschaftshilfe, Seniorenbetreuung oder bei der Flüchtlingsintegration beteiligen.

Die Lebensrettungsmedaille wird an Personen vergeben, die einen anderen Menschen aus Lebensgefahr gerettet und dabei ein besonderes Maß an Mut und Opferwilligkeit gezeigt haben. So steht es übersetzt geschrieben. Eine derartige staatliche Ehrung gab es 2017 in Ebersbach-Musbach. Wir alle erinnern uns an den schlimmen Großbrand Ponnyhof Geigelbach. Und noch schlimmeres mit möglicherweise Todesfolge wurde dadurch verhindert, weil die zwölfjährige Mia Kulb (Baienfurt) einen Mitmenschen, der brennend aus dem Gebäude gerannt kam, geistgegenwärtig abgelöscht hatte. Nicht weglaufen oder zusehen, selber anpacken und Hilfe geben, das ist unverzichtbar in Wahrung und Ausübung. Gerade wenn es um die Sicherheit unserer Bevölkerung geht sehe ich in erster Linie die Feuerwehr sowie das DRK und die HvO. Und gerade bei solch Vorkommnissen wie Geigelbach oder auch Unwettereinbrüche, Verkehrsunfälle ist von den Einsatzkräften ganz viel Empathie gefordert, aber ebenso die notwendige professionelle Distanz, um all diese Erfahrungen verarbeiten zu können. Sie sehen, wir können nur die Besten brauchen, weil es oft genug um Leben und Tod gehen kann. Die Feuerwehr ist eine der Säulen des Rettungsdiensts, sie tragen die Verantwortung für den Brand-/Schutz und sind präsent, wenn es erfordert. Die Gemeinde sorgt für die nötige Ausstattung; wir hier in Ebersbach-Musbach wissen, wo und für was unser Geld investiert wird und auf was es ankommt.

Den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr und ebenso der DRK wie HvO gebührt ein herzliches Vergelt’s Gott. Beim Aspekt Sicherheit möchte ich den Hochwasserschutz noch mit anfügen; immer wieder, und gefühlt immer noch öfter ist man mit Starkregenfällen konfrontiert. Für Ebersbach-Musbach ist ein Hochwasserschutzkonzept verabschiedet und teils in Umsetzung. Und für weiteres konkretes im Ganzen: da hoffen wir auf Verständnis der betroffenen Grundstückseigentümer, insbesondere wenn es dann um ‚Flächenmitbenutzung‘ geht.

Schern wollen und werden wir uns noch anderes, gemeint ein Stück Ebersbach-Musbacher Heimatgeschichte. Und da bietet sich das denkmalgeschützte Haus Rundel wie kein anderes als Heimatmuseum an. Ein Zuschussantrag für die grundlegende Gebäudesanierung ist am Laufen, mit kräftig Daumen drücken durchaus am werden. Im Innenleben ist das neue Museum soweit schon gereift, und mit Fertigstellung wird die Öffentlichkeit den Einblick – und auch „Rückblick“ – in Wort und Bild haben.

An weiteren Vorhaben und Arbeiten nur kurz nennend: die Straßensanierungen auf Gemeindeverbindungsstraßen werden soweit laufend angegangen, die Gemeindewege sind partiell wie z.B. Ortsdurchfahrt Geigelbach und Langer Weg gerichtet. Ein ganz großer Brocken kommt mit der Verbindungsachse im Musbacher Ried auf uns zu.

Sehr geehrte Damen und Herren, lassen wir nun Martin Luther zu Wort kommen; im Reformationsjahr gebührt sich das ja auch. Ihm waren Taten stets wichtiger als Worte. Er verstand es auch, andere Menschen zum Handeln zu ermutigen. In seinen Tischreden sagte er zum Beispiel: „Anstrengungen machen gesund und stark.“ Und an anderer Stelle bemerkte er ebenso knapp wie treffend: „Wer etwas will anfangen, der mag es beizeiten tun.“ In diesem Sinne wollen wir auch den Grundstein legen für unseren neuen Dorfplatz und sodann mit vereinten Kräften darauf etwas erstellen; etwas, das allen zu Gute kommt. Rathaus und Kirche ist ein Haus für die Bürger, und das sehe ich beim Rathausplatz, beim Kirchplatz ebenso. Der Platz repräsentiert, beheimatet und symbolisiert. Planungen dazu sollen in Gemeinsamkeit im kommenden Jahr ausgearbeitet werden, und baulich gesehen ein Jahr drauf dann unsere neue Begegnungsstätte entstehen.

Begegnen heißt auch kommunizieren, erfahren, sich austauschen, schwätzen, das sehe ich gewissermaßen auch in unserem Bürgerbüro so - fragen, unterstützen, anregen und vieles andere kommt hier hinzu. Das Bürgermeisteramt sieht und zeigt sich als offenes, als gläsernes Rathaus. Die Bürgerinnen und Bürger sollen den Eindruck gewinnen: Die kümmern sich um uns! DAS tun wir, und tun es für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger sehr gerne. Anfang Jahres gab es einen Personalwechsel bedingt Elternzeitvertretung; und ich kann sagen, auch „unsere neuen“ haben sich gut eingelebt und wissen den Kunden- sprich Bürgerservice genauso zu bieten. Und mit einbeziehen darf ich dabei nebst Rathaus auch unsere „alten“ vom Bauhof sowie Amtsbote und Reinigungskräfte. Was uns außerdem freut: In der Altshausener Berufs- und Aus-Bildungsmesse war die Ebersbach-Musbacher Gemeindeverwaltung gut vertreten und hat als einzige Kommune mitgemacht, dabei zusammen mit Landratsamt, Finanzamt und Polizei eine geballte Verwaltungsgemeinschaft kraftvoll demonstriert.

Meine Damen, meine Herren, die Digitalisierung wird die Welt verändern! Auch deshalb ist es umso wichtiger, dass wir uns intensiver mit dem fortschreitenden Wandel durch die Digitalisierung auseinandersetzen. Denn sie ist ein fester Bestandteil unserer Gegenwart und Zukunft. Auch wenn wir heute noch über die Sinnhaftigkeit von internetfähigen Kühlschränken oder Waschmaschinen schmunzeln mögen. Heute hat doch nahezu jeder von uns einen leistungsstarken Minicomputer mit Fernseher und Musikanlage in der Tasche. Vor 25 Jahren konnten wir damit gerade mal von unterwegs aus telefonieren. Keine Frage: Schnelle und flächendeckende Breitband-Netze sind die Voraussetzung für neue Geschäftsideen, wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Entwicklung, für neue Lehr- und Lernformen. Gerade die ländlichen Regionen in Deutschland müssen dringend ans schnelle Netz. Hier treffen Digitalisierung und demografischer Wandel besonders stark aufeinander. Bund und Land werben mit hohen Zuschüssen für „Ihr“ DSL. Aber ist es eigentlich nicht Bundes- oder/und Landesaufgabe, das Dorf genauso wie die Stadt, die ländliche Region genauso wie die Ballungsgebiete gleich zu behandeln? Wie Straßen und Strom gehört doch auch das Internet zu einer Einheitsaufgabe gemacht und Gesamtdeutschlandweit für alle gesteuert! Es kann nicht sein, dass wir Kommunen erst in eine langwierige Ausarbeitung und ein genauso langwieriges, dazu zähes Zuschussverfahren einsteigen müssen – und wenn es mal soweit ist und dann die Fördergelder fließen, muss eine kleinere Gemeinde wie Ebersbach-Musbach trotzdem obendrauf 1,1 Millionen Euro netto beisteuern. Diese Summe haben wir übrigens Haushaltstechnisch schon bereitgestellt. Sie sehen - nicht nur da - wir packen es dennoch und selber an. Auch deshalb heißt statt jammern die unsere Devise: „It bruddle, sondern buddle“.

Uns hat sich die einmalige Gelegenheit geboten, gemeinsam mit der Thüga in der Gemeinde sowohl die Versorgung mit Erdgas als auch die Breitbandversorgung mit Glasfaser ins Haus für die einzelnen Haushalte zu ermöglichen! Bisher war ein Erdgasausbau im Gemeindegebiet Ebersbach-Musbach mit einem „nein“ und „nur“ Erdgasausbau wirtschaftlich nicht darstellbar. Bauen wir nun aber gemeinsam sowohl ein Erdgasnetz als auch ein Glasfasernetz aus, können wir aufgrund der erheblichen Einsparpotenziale beim Tiefbau voneinander profitieren. Wir freuen uns und begehren im gewissen Sinne auch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Thüga. Mit einem Erdgasanschluss haben Sie als Bürger künftig die Möglichkeit, Ihr Gebäude energiesparend und CO2-arm zu beheizen. Und daneben nun die einmalige Gelegenheit, Glasfaser bis ins Haus zu bekommen.

Will man die Energiewende schaffen, wird es noch oft Emotionales geben. Die Windkraft hat(te) uns auf der Atzenberger Höhe wieder beschäftigt. Entstünde der Landschaft nicht viel größerer Schaden, wenn die Energiewende nicht gelingt? - fragen sich die einen. Eine Gefahren bringende Verschandelung, sagen wiederum die anderen. Mal sehen ob und wann die Atzenberger Höhe wieder Brandthema sein wird, jedenfalls haben wir uns keinen Vorwurf, so oder so, zu machen: wir waren früh und offen genug eingestiegen, und neue alte Erfahrungen wie letztens über die EnBW nehmen wir mal in die Sammelakte.

Integrierte Quartierskonzepte für energetische Sanierungsmaßnahmen bilden eine strategische Entscheidungsgrundlage für eine an der Gesamteffizienz energetischer Maßnahmen ausgerichtete Investitionsplanung in Quartieren. So steht es geschrieben, so ist es auf das „Schulareal“ bezogen entschieden. Wir haben den Förderantrag zum integrierten Quartierskonzept gestellt und werden ein Energetisches Gesamtkonzept für die öffentlichen vernetzten Gebäude Schule, Halle, Kindergarten, Vereinshaus und Feuerwehr angehen. Auch hier wird/ist Erdgas interessant; Hinweis BHKW. Und zu erwähnen außerdem, dass wir in unseren Orten weitere Straßenbeleuchtung energetisch gesehen auf LED umgestellt haben, das erfreulicherweise mit einem lukrativen Zuschuss. Als zertifizierte EEA (European Energy Award) Gemeinde gehört sich auch solches.

Liebe Kolleginnen und Kollegen „mit der SPD ist das wie mit einer Fußballmannschaft, die nur aus Stürmerstars besteht. Alle wollen immer nur selbst die Tore schießen.“ Das stellte damals Rudolf Scharping, der diesen Dezember seinen 70. Geburtstag feierte, fest. Bei uns ist es noch ähnlich, aber nicht so. Darum lassen Sie mich zum Jahresabschluss bei Ihnen zunächst für Ihre unzweifelhaften Stürmerqualitäten, nämlich Ihren Ehrgeiz, Ihren Elan und Ihre Eloquenz, bedanken! Sie haben, und das ist das mitentscheidende, aber auch den Mut zum Passspiel. Geben Sie den Ball auch weiterhin ab und bereiten Sie unsere gemeinsamen Erfolge im Mittelfeld vor. Denn die Perfektion liegt oft in der Kombination. Auf die Zusammenarbeit mit Ihnen freue ich mich, liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, Rathaus, Bauhof, GVV. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass Probleme angegangen und Lösungen zugeführt werden, und am Ende stehen wir alle, als Gemeinde, siegreich im Spiel und im Geschaffenen wie Erreichten da. Vielen Dank Ihnen allen.

Im neuen Jahr ein neues Spiel! Wir stehen wieder am Anfang; am Anfang eines sicher spannenden und genauso intensiven Jahres. Ich wünsche Ihnen und uns allen einen guten Start und ein erfolgreiches neues Jahr. Und auf das Zusammenschaffen mit Kolleginnen und Kollegen, mit Bürgerinnen und Bürgern freu ich mich ebenso. Sie erlauben mir, zum Schluss noch (m)ein Persönliches schon auf 2019 mit zu richten. Ich bin dann 16 Jahre als Bürgermeister in Diensten Ihrer, unserer Gemeinde Ebersbach-Musbach. Und da gehen - offen gestanden - das Zurückschauen noch weiter nach hinten und die Ausschau auf weit „Künftigeres“ voraus. Was mich also betrifft: Ich war und bin gerne Ihr Bürgermeister. Und genauso gerne möchte ich es in einer dann dritten Amtsperiode noch bzw. wieder sein.“ Ich danke fürs Zuhören.

Ihr Roland Haug
Bürgermeister

 
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